Nachhaltige Forstwirtschaft

Amerikanische Laubhölzer stammen aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern in Amerika. Regelmäßige Inventare des US Forest Service zeigen, dass sich das Holzvolumen der amerikanischen Laubholzbestände zwischen 1953 und 2007 von 5.210 Millionen m3 auf 11.326 Millionen m3 mehr als verdoppelt hat. Trotz steigender Nachfrage nach Laubholz gab es zwischen 1997 und 2007 doch einen Anstieg des Holzbestands von 15%.

Die Prognose des US Forest Service gibt an, dass ein weiterer Anstieg des Laubholzbestandes von 15 bis 20% bis 2030 erwartet wird. Hochrechnungen des Laubholzwachstums und des –einschlags im ganzen Land deuten darauf hin, dass das Wachstum den Einschlag bis 2050 weiterhin übersteigen wird.

Alle Waldbesitzer in den USA unterliegen der Bundesgesetzgebung, um Lebensräume von bedrohten Arten zu schützen. Strenge Regelungen in Bezug auf andere Aspekte der Waldbewirtschaftung auf privatem Land wurden von einzelnen Bundesstaaten umgesetzt.

Unabhängige Studien belegen, dass ein nur sehr geringes Risiko besteht, dass amerikanisches Laubholz aus illegalen Quellen stammt oder aus Wäldern, in denen Bewirtschaftungspraktiken zu Entwaldung führen oder anderweitig die Artenvielfalt bedrohen.

 
  • Welchen dokumentierten Nachweis gibt es, dass amerikanisches Laubholz nachhaltig ist?

    Verlässliche objektive Belege in Bezug auf nachhaltige Forstwirtschaft sind leicht von 3 Quellen erhältlich:

    • Der nationale Bericht aus dem Jahr 2003 und der Entwurf für das Jahr 2010 über nachhaltige Wälder vom United States Department of Agriculture (USDA), um die Verpflichtung der Vereinigten Staaten zur  Montréal Process Working Group über Kriterien und Messgrößen für die Erhaltung und nachhaltige Bewirtschaftung von gemäßigten und borealen Wäldern zu erfüllen.
    • Die RPA Bewertung, (Gesetz für erneuerbare Ressourcen), ein nationales Forstinventar, das gemäß dem US Bundesgesetz alle 10 Jahre durchgeführt werden muss.
    • Eine unabhängige von Sachverständigen überprüfte und 2008 vom AHEC in Auftrag gegebene Studie der Seneca Creek Associates LLC mit dem Namen “An Assessment of Lawful Harvesting and Sustainability of U.S. Hardwood Exports” (Bewertung der Legalität und Nachhaltigkeit der Laubholzexporte aus den USA).  
  • Woher stammen amerikanische Laubhölzer?

    Laubhölzer bilden einen Hauptbestandteil der US-Industrie für Waldprodukte. Laubholzarten stellen 43% des Bestands der USA dar (Nadelholz die verbleibenden 57%). Ca. 25% (60 Millionen m3) der gesamten jährlichen US Produktion von Schnittholz, Sperrholz und Furnier (250 Millionen m3) beinhaltet Laubholz. Dies macht die USA zum größten Laubholzproduzenten der Welt. Der Hauptteil der Laubholzwälder befindet sich in den östlichen Staaten und reicht vom nordöstlichen Teil bis zur Südküste und westlich weiter als der Mississippi. Diese Gegend schließt Wälder ein, die sowohl aus einer Mischung von Nadelbäumen und Laubbäumen als auch in erster Linie aus Laubbäumen bestehen. In den östlichen Staaten handelt es sich bei white und red oak um die häufigsten Laubholzarten, dicht gefolgt von hard und soft maples, tulipwood (yellow poplar), hickory, sweetgum und ash. Ein weiteres kleineres Laubholzgebiet befindet sich in den Bundesstaaten Oregon und Washington im pazifischen Nordwesten. Red alder ist die kommerzielle Hauptlaubholzart im pazifischen Nordwesten.  

  • Wem gehört der amerikanische Laubholzwald?

    Nur ca. 20% des Waldlandes und 30% des Laubschnittholz-Bestandes in den Laubholz produzierenden US-Staaten gehört Bundes-, Bundesstaats- oder Ortsregierungen. Die restlichen 80% des Waldlandes und 70% des Laubschnittholz-Bestandes gehören Privatbesitzern. Ungefähr 4 Millionen Einzelpersonen und andere private Gemeinschaften befinden sich im Besitz von 110 Millionen Hektar Laubholzwald und Mischwaldarten (Eichen, Pinien). Dieses Privatland kann in zwei weitgefächerte Gruppen unterteilt werden:

    • Non-corporate: hauptsächlich Familienwälder, in denen unregelmäßig oder periodisch Schnittholz geschlagen wird. Es sind normalerweise kleine Firmen mit durchschnittlich weniger als 16 Hektar. 83% des privat produzierten Laubschnittholzes wird von privaten Familienwaldbesitzern geliefert.

    • Corporate: normalerweise besitzen Schnittholz produzierende Organisationen relativ große Gebiete.
  • Wie werden amerikanische Laubholzwälder bewirtschaftet?

    Amerikanische Laubhölzer stammen aus bewirtschafteten natürlichen Wäldern, die eine hohe Artenvielfalt aufweisen, einen Lebensraum für viele Tierarten bieten und sehr widerstandsfähig gegenüber auf Feuer und Schädlingen sind. Fruchtbare Waldböden und vorteilhafte Wachstumsbedingungen in den USA bedeuten, dass Laubholzwälder äußerst effektiv durch natürliche Regeneration erneuert werden können. Selektiver Baumeinschlag, bei dem nur spezifische Bäume oder kleine Baumgruppen gefällt werden, ist in den amerikanischen Laubholzwäldern die Norm.

  • Wie ist die Bewirtschaftung der amerikanischen Laubwälder geregelt?

    Die Vereinigten Staaten betreiben mit wirksamen und akzeptierten Rahmenbedingungen eine nachhaltige Forstwirtschaft. Die Verantwortung für die Regelung von amerikanischen Laubholzwäldern ist auf Behörden auf Bundes-, Bundesstaats- und in manchen Fällen auf Orts- oder Gemeinde-Ebenen aufgeteilt. Alle Waldgebiete unterliegen der allgemeinen Umweltgesetzgebung der Bundesregierung. Das Endangered Species Act (1972) schützt bedrohte Tierarten. Das Clean Water Act aus dem Jahr 1972 verlangt von Schnittholz produzierenden Bundesstaaten, dass sie "Best Management Practices" (BMPs, Regeln für gutes Forstmanagement) für Forstbetriebe entwickeln und umsetzen, um die Wasserverschmutzung zu minimieren. Amerika hat seine eigenen Forstbehörden, die für die Waldbewirtschaftung verantwortlich sind. Ihre Aufgabenbereiche und Vollmachten sind je nach Forstverfahren des Staates unterschiedlich. Einige Bundesstaaten haben besondere Gesetze für die Forstpraxis eingeführt, wodurch die Umsetzung von staatlichen waldwirtschaftlichen Standards in allen Waldgebieten vorgeschrieben wurde. Andere Staaten nutzen Regelungen, wie zum Beispiel Steueranreize, Kostenteilung und die Bereitstellung von Ratschlägen um die freiwillige Einhaltung der Standards der Regierung zu unterstützen. Für die weitere Erörterung von behördlichen US Forstpraxen lesen Sie bitte den Artikel U.S. Forestry - A model for the world”.

  • Bedroht der Einschlag von amerikanischen Laubhölzern die Artenvielfalt?

    Nein. Die Bewertung der USDA vom "Gesetz für erneuerbare Ressourcen" (Renewable Resources Planning Act,RPA ) aus dem Jahr 2000 belegt, dass sich die amerikanischen Wälder nicht nur flächenmäßig vergrößern und dass das Holzvolumen der Bestände zunimmt, sondern auch, dass die bestehenden Bewirtschaftungspläne für die Wälder dazu beitragen, dass sich die Gesundheit und Vielfalt der Wälder verbessert haben. Die Seneca Creek Studie aus dem Jahr 2008 zeigt, dass bei amerikanischen Laubhölzern lediglich ein geringes Risiko besteht, dass  es aus Wäldern mit genetisch veränderten Holzarten stammen könnte oder aus solchen, die besonders schützenswert sind und durch Aktivitäten der Bewirtschaftung bedroht sind. Die Studie belegt weiterhin, dass das Risiko, dass amerikanisches Laubholz aus Wäldern stammtdie in Plantagen oder andere Nutzungen umgewandelt werden sollen, gering ist.

    Der nachhaltige Gebrauch von amerikanischem Laubholz könnte womöglich zum Schutz der Artenvielfalt beitragen. Die Nachfrage nach amerikanischen Laubhölzern gibt US Landbesitzern einen starken wirtschaftlichen Anreiz, natürliche Laubholzwälder für die langfristige Lieferung von hochwertigem dekorativem Laubholz zu bewirtschaften und zu schützen. So wird auch der Umwandlung zu anderen wirtschaftlichen Verwendungen wie Landwirtschaft oder schnellwachsenden Baumplantagen entgegengewirkt.

    Amerikanische Laubholzwälder bieten eine größere Vielfalt an Holzarten als jede andere gemäßigte Laubholzwald-Ressource. Anders als europäische oder asiatische Wälder, die größtenteils von beech oder oak beherrscht werden, können amerikanische Laubholzwälder kommerzielle Volumen von über 20 Laubholzarten anbieten. AHEC trägt zur Pflege dieser Artenvielfalt bei, indem die ganze Reichweite von Laubholzarten gefördert wird, nicht nur die Holzarten, die kommerziell am wertvollsten sind.  

  • Besteht ein Risiko, dass der Einschlag von amerikanischen Laubhölzern die Rechte der Bürger oder Ureinwohner schädigt?

    Nein. Die Seneca Creek Studie 2008 bestätigt, dass der Einschlag von amerikanischem Laubholz traditionelle oder Bürgerrechte nicht beeinträchtigt. Die Bewertung stellt fest, dass Normen, Bundesgesetze und die des Bundesstaates Kinderarbeit verbieten und mit den grundlegenden Prinzipien und Arbeitsrechten der ILO konform gehen. Darüber hinaus würdigt die USA traditionelle Rechte so wie Nutzungsrechte, kulturelle Interessen und traditionelle kulturelle Identitäten, und hat angemessene Prozesse etabliert, um Konflikte von erheblicher Größenordnung diesbezüglich zu lösen.

    Angemessene Prozesse und Mechanismen wurden etabliert, um es Stämmen amerikanischer Ureinwohner und auch Privatpersonen zu ermöglichen, Meinungsverschiedenheiten und Konflikte zu bewältigen, wenn es um Entscheidungen geht, die Rohstoffe und Wälder betreffen. Nationale Wälder in den USA verfügen über einen deutlichen und detaillierten Prozess für den Schnittholzverkauf, der die Rücksprache mit allen potentiell betroffenen Gemeinden, Stammesnationen und anderen Gruppen der Zivilgesellschaft einschließt. Auseinandersetzungen kommen womöglich beim Verkauf vor, der Einspruchsprozess ist aber transparent und für alle Parteien offen.

 

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